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Säugetiere

Alpenmurmeltier

Marmota marmota

Das Alpenmurmeltier lebt in Familiengruppen auf alpinen Matten. Den langen Bergwinter übersteht es in einem mehrmonatigen, gemeinschaftlichen Winterschlaf.

Alpenmurmeltier zwischen Felsen auf einer BergwieseZootie Tierarten-Wiki
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Das Alpenmurmeltier ist eines der bekanntesten Tiere der Hochgebirge. Familienkolonien bewohnen dauerhafte Baue in sonnigen Bergwiesen, von denen aus sie Nahrung suchen und die Umgebung aufmerksam überwachen.

Der kurze alpine Sommer bestimmt ihren Jahresrhythmus. Innerhalb weniger Monate müssen die Tiere Junge aufziehen und genügend Fettreserven für einen Winterschlaf ansammeln, der mehr als ein halbes Jahr dauern kann.

Auf einen Blick

Alpenmurmeltiere sind große Erdhörnchen und leben sozial. Ein erwachsenes Paar, seine Jungtiere und Nachwuchs früherer Jahre teilen ein Revier. Pfiffe warnen die Gruppe vor Gefahr und lösen die Flucht zum nächsten Baueingang aus.

Merkmale und Bestimmung

Der gedrungene Körper trägt dichtes, graubraunes bis gelbliches Fell. Kleine Ohren, kurze kräftige Beine und ein buschiger Schwanz prägen die Silhouette. Das Gewicht steigt vom Frühjahr bis zum Herbst erheblich an.

Körperbau und Anpassungen

Kräftige Krallen graben Wohn- und Fluchtröhren in Bergböden. Während des Winterschlafs sinken Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung drastisch. Enges Zusammenliegen reduziert Wärmeverluste, besonders für Jungtiere des ersten Winters.

Lebensraum

Besiedelt werden offene alpine und subalpine Matten mit tiefgründigem, grabfähigem Boden und guter Übersicht. Felsblöcke dienen als Aussichtspunkte. Sehr dichte Wälder und dauerhaft nasse Böden sind ungeeignet.

Verbreitung

Natürlich liegt das Hauptareal in den Alpen. In mehreren europäischen Gebirgen wurde die Art angesiedelt. Innerhalb Deutschlands kommt sie vor allem in den Bayerischen Alpen vor, wo geeignete Hänge nur begrenzt verfügbar sind.

Ernährung

Gräser, Kräuter, Blüten und junge Triebe liefern Energie. Murmeltiere wählen nährstoffreiche Pflanzen und fressen im Spätsommer besonders intensiv. Vorräte werden nicht angelegt; der Winter wird ausschließlich aus Körperfett überstanden.

Verhalten und Aktivität

An sonnigen Tagen wechseln Nahrungssuche, Fellpflege, Spiel und Ruhe. Erwachsene sichern häufig aufrecht. Bei einem Warnpfiff verschwinden alle Tiere in nahe Röhren, deren mehrere Eingänge ein schnelles Entkommen ermöglichen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Kurz nach dem Erwachen im Frühjahr findet die Paarung statt. Nach etwa fünf Wochen kommen zwei bis fünf nackte Junge in der unterirdischen Kammer zur Welt. Erst nach mehreren Wochen erscheinen sie erstmals an der Oberfläche.

Rolle im Ökosystem

Grabtätigkeit bewegt Boden und schafft Kleinstrukturen. Murmeltiere sind wichtige Beute für Steinadler und gelegentlich Füchse. Ihre Baue können von Insekten und anderen Kleintieren als Schutzraum mitgenutzt werden.

Gefährdung und Schutz

Die Art ist insgesamt nicht gefährdet, reagiert aber auf intensive Erschließung und häufige Störungen. Wandernde sollten Abstand halten, Hunde anleinen und Tiere niemals füttern. Klimaveränderungen können Dauer und Qualität des Winterschlafs beeinflussen.

Hinweis: Das Tierarten-Wiki bietet allgemeine Orientierung und ersetzt bei Heimtieren keine individuelle fachliche oder tierärztliche Beratung.